heute journal vom 22.12.2025: Gießen: Menschen angefahren, Kassenbeiträge steigen, General getötet

Kurz, knapp und wichtig: In Gießen fuhr ein Auto in eine Bushaltestelle und verletzte mehrere Menschen. Die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenkassen steigen zum Jahreswechsel weiter. In Moskau starb ein hochrangiger General durch eine Explosion – Ermittler gehen von einem gezielten Anschlag aus. Dazu: ein vorgezogenes Wunder in Lüdenscheid, Rekordkurse bei Gold und ein Blick auf Kultur-Highlights des Jahres.

Gießen: Ungewissheit nach Fahrt in Bushaltestelle

Nächtliche Szene: Rettungswagen, Polizeiwagen und abgesperrte Bushaltestelle mit Blaulicht in Gießen.

Am späten Nachmittag raste ein Mann offenbar in eine Bushaltestelle im Stadtzentrum von Gießen und kollidierte dabei zusätzlich mit mehreren Autos. Mindestens vier Menschen wurden verletzt, einer davon schwer. Der Fahrer ist ein 32-jähriger Mann aus Aserbaidschan. Ob es sich um ein gezieltes Anschlagsdelikt oder um einen Unfall handelt, ist derzeit noch unklar.

„Im Moment kann man noch nicht sehr viel sagen und man muss noch abwarten und wirklich auf die Ermittlungen warten.“

Die Ermittlungen wurden an das Landeskriminalamt übergeben. Vor Ort herrscht große Vorsicht: Sperrungen, viel Blaulicht und zahlreiche Einsatzkräfte. Passanten berichteten von merkwürdigem Fahrverhalten und äußerten, der Fahrer sei offenbar in Richtung Weihnachtsmarkt gefahren. Solche Beobachtungen sind jedoch vorläufig und müssen durch die Ermittlungen bestätigt werden.

Was jetzt wichtig ist:

  • Polizei und LKA klären Motiv und Unfallhergang.
  • Zeugenaufrufe und forensische Untersuchungen werden entscheidend sein.
  • Erst nach Abschluss der Spurenauswertung lässt sich sagen, ob ein strafbares Tatmotiv vorliegt.

Lüdenscheid: Neue Rahmedetallbrücke beendet vier Jahre Umleitung

Luftaufnahme der Rahmedetallbrücke an der A45 bei Lüdenscheid mit Fahrzeugen auf der Fahrbahn

Die Rahmedetallbrücke an der A45 ist überraschend früher als geplant wieder freigegeben worden. Für Lüdenscheid endet damit ein jahrelanges Verkehrschaos: Rund 23.000 Lkw pro Woche quälten sich durch die Innenstadt, seit die Brücke im Dezember 2021 als einsturzgefährdet gesprengt worden war.

Die Bau- und Verwaltungsstrategie folgte dem Motto „so schnell wie möglich, so einfach wie möglich“. Planung, Abriss, Neubau und Ausschreibungen liefen parallel. Bundes- und Landespolitiker nahmen an der Feier zur Wiedereröffnung teil. Die Experten schätzen den durch die Sperrung entstandenen Schaden auf rund 1,5 Milliarden Euro.

Konkrete Vorteile für die Region:

  • Weniger Lärm, weniger Abgase in der Innenstadt.
  • Wirtschaftliche Entlastung für lokale Betriebe und bessere Erreichbarkeit.
  • Entlastung der Anwohner und Rückkehr zu normalem Verkehr.

Gesetzliche Krankenkassen: Zusatzbeiträge steigen weiter

Die Zusatzbeiträge der gesetzlichen Krankenversicherung werden zum Jahreswechsel weiter steigen. Die Bundesregierung nennt einen Zielwert von durchschnittlich 2,9 Prozent für 2026. Mehrere Kassen planen allerdings Beiträge über 3 Prozent, Experten rechnen zu Jahresbeginn mit einem Durchschnitt von über 3,1 Prozent.

Bundesgesundheitsministerin betont, ein 2 Milliarden Euro umfassendes Sparpaket habe Schlimmeres verhindert. Kritiker sagen, das Paket sei zu spät und zu klein gewesen. Ursachen für die steigenden Ausgaben sind vor allem höhere Kosten für Medikamente, stationäre Behandlungen und eine zunehmende Belastung der Kliniken.

Was das bedeutet:

  • Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen den allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent. Die Zusatzbeiträge zahlen die Versicherten direkt an ihre Kasse.
  • Ohne weitreichende Reformen und weitere Einsparungen drohen weitere Belastungen für Versicherte.
  • Im kommenden Jahr soll eine Kommission Vorschläge für grundlegende Reformen vorlegen.

Moskau: Hochrangiger General durch Explosion getötet – Ermittler suchen Motive

Ermittler untersuchen Trümmer und beschädigte Fahrzeuge nach einer Fahrzeugexplosion in Moskau

In einem südlichen Wohngebiet Moskaus explodierte am Morgen ein Fahrzeug. In dem Auto starb Fanil Sarvarov, ein hochrangiges Mitglied des Generalstabs, das auch an Einsätzen in der Ukraine beteiligt gewesen sein soll. Ermittler werten den Vorfall als Mord und verfolgen mehrere Spuren.

Eine der zentralen Hypothesen führt ukrainische Geheimdienste als mögliche Täter an. Solche gezielten Anschläge auf russische Militärs sind seit Beginn des Krieges wiederholt vorgekommen. Gleichzeitig warnen Beobachter vor der Gefahr weiterer Eskalationen, weil solche Taten innen- und außenpolitische Spannungen schüren.

„Was kann man da machen? Wir haben Krieg, das ist unausweichlich.“

Die Haltung auf der Straße in Moskau ist resigniert, diplomatische Reaktionen sind vorsichtig. Ob der Anschlag direkte Folgen für die laufenden Gespräche zwischen internationalen Vermittlern hat, bleibt abzuwarten.

Finanzmärkte: Gold auf Rekord, Silber stark gefragt

Edelmetalle stehen kurz vor Jahresende außergewöhnlich hoch. Silber legte in US-Dollar seit Jahresbeginn rund 138 Prozent zu. Gründe sind die industrielle Nachfrage in der Energiewende, Einsatz in Elektrofahrzeugen und in Rechenzentren für Künstliche Intelligenz.

Gold notiert bei mehr als 4.400 US-Dollar pro Feinunze und profitiert vom Fluchtreflex der Anleger in unsicheren Zeiten. Ursachen sind geopolitische Spannungen, global wirtschaftliche Unsicherheit und die Zinspolitik der Notenbanken. Zudem kaufen Zentralbanken weltweit Gold, was den Preis stützt.

Kultur, Jahresrückblick und kleine Hoffnungszeichen

Abseits der harten Nachrichten gab es im Jahr 2025 viele kulturelle Höhepunkte: überraschende Bestseller, Streaming-Hits, große Filmpreise und Jubiläen in den Museen. Popkultur, Literatur und digitale Kunst formten ein vielfältiges Bild des Jahres.

Einige Stichworte:

  • Streaming-Serien und internationale Filmpreise
  • Renaissance des Lesens unter jungen Menschen
  • Kulturelle Großereignisse und digitale Kunstprojekte

Was jetzt zu beobachten ist

  1. Die Ermittlungen in Gießen: Sind Motiv und Tathergang geklärt, folgen strafrechtliche Konsequenzen und Präventionsmaßnahmen?
  2. Die finanzielle Lage der Krankenkassen: Wie reagiert die Politik, und welche Reformvorschläge liefert die kommende Kommission?
  3. Die Sicherheitslage im Zusammenhang mit dem Anschlag in Moskau: Führt das zu weiteren Spannungen oder zu neuen diplomatischen Initiativen?

Schlussgedanken

Das Ende des Jahres zeigt eine Mischung aus Unsicherheit und pragmatischen Lösungen. Verkehrsinfrastruktur kann schnell verbessert werden, wenn Verwaltung und Politik zusammenarbeiten. Gleichzeitig bleibt die Gefahr durch internationale Konflikte und die finanzielle Belastung des Gesundheitssystems ein Dauerthema für das kommende Jahr. Wer informiert bleibt, kann besser einschätzen, welche Folgen diese Entwicklungen für Alltag, Geldbeutel und Sicherheit haben.

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